OpenWRT-Router
So verbindest du einen OpenWRT-Router über Nikki mit CreateYourVPN — füge einen Abo-Link hinzu, und die Split-Tunneling-Regeln aus deinem Panel gelten automatisch für dein gesamtes Heimnetzwerk.
Einen Router anzubinden bedeutet, das ganze Zuhause hinter das VPN zu bringen: Jedes Telefon, jeder Fernseher und jeder Laptop nutzt es ohne Einrichtung pro Gerät. Auf OpenWRT ist das der reibungsloseste Weg: Du fügst einen einzigen Abo-Link hinzu, und der Router zieht daraus sowohl den Server als auch die Split-Tunneling-Regeln aus deinem Panel. Änderst du die Regeln im Panel, übernimmt sie der Router bei der nächsten Aktualisierung.
Wir verwenden Nikki — eine schlanke OpenWRT-App auf Basis des mihomo-Cores (Clash.Meta). Dieser Guide deckt den gesamten Weg ab: die Installation von Nikki (im Vordergrund steht die manuelle Methode — der Projekt-Feed lässt sich bei vielen Anbietern nicht öffnen), das Einrichten des Abos, die automatische Aktualisierung und die Überprüfung.
Nikki benötigt OpenWRT 24.10 oder neuer (25.x und SNAPSHOT funktionieren ebenfalls). OpenWRT 23.05 wird nicht unterstützt.
Was du brauchst
- Einen Router mit OpenWRT ≥ 24.10 und Internetzugang.
- Zugriff auf die Weboberfläche des Routers (LuCI) und per SSH (Login
root, dasselbe Passwort wie in LuCI). - Einen Computer im selben Netzwerk und 10–15 Minuten.
Schritt 1. Nikki installieren
Nikki ist nicht in den Standard-Feeds von OpenWRT enthalten — es wird aus einem eigenen Paket-Feed installiert. Der Haken dabei: Der Feed und das Installationsskript liegen auf GitHub, und das lässt sich bei vielen Anbietern schlecht erreichen — die schnelle Installation „in zwei Befehlen" schlägt deshalb oft einfach fehl. Deshalb ist hier die manuelle Methode die Hauptvariante: Sie funktioniert immer. Ist GitHub bei dir problemlos erreichbar, ist Option B schneller.
Option A — manuell (funktioniert immer)
Die Pakete lädst du auf deinen Computer herunter und überträgst sie selbst auf den Router — der Router selbst braucht dafür keinen GitHub-Zugriff.
Ermittle die Architektur deines Routers: Öffne in LuCI System → Software und klicke auf Update lists… — in der Befehlsausgabe siehst du die Architektur (zum Beispiel x86_64 oder aarch64_cortex-a53). Alternative per SSH: grep OPENWRT_ARCH /etc/os-release.
Öffne die Release-Seite nikkinikki.pages.dev, gehe in das Verzeichnis deiner OpenWRT-Version (openwrt-24.10, openwrt-25.12 oder SNAPSHOT) und dann in den Ordner deiner Architektur. Lade drei Pakete herunter: mihomo-meta (Core), nikki und luci-app-nikki — plus luci-i18n-nikki-ru, falls du die russische Oberfläche möchtest. Bei stabilen Versionen sind das .ipk-Dateien, bei SNAPSHOT .apk. Lege alles in einen eigenen Ordner, zum Beispiel Downloads/nikki.
Kopiere den Ordner auf den Router. Das Flag -O ist erforderlich: Ohne es versucht scp, SFTP zu verwenden, das es auf OpenWRT nicht gibt (kennt deine scp-Version das Flag -O nicht, lass es einfach weg — ältere Versionen verwenden ohnehin schon das richtige Protokoll). Liegt der Ordner nicht in „Downloads" oder heißt er anders, passe den Pfad im Befehl an.
macOS / Linux:
scp -O -r ~/Downloads/nikki root@192.168.1.1:/root/Windows (PowerShell):
scp -O -r "$env:USERPROFILE\Downloads\nikki" root@192.168.1.1:/root/Verbinde dich per SSH und installiere die Pakete aus dem Ordner — der mihomo-Core zuerst in der Liste:
ssh root@192.168.1.1
opkg update
cd nikki
opkg install ./mihomo-meta*.ipk ./nikki*.ipk ./luci-app-nikki*.ipkopkg update ist nötig, damit der Paketmanager Abhängigkeiten aus den regulären OpenWRT-Repositories nachladen kann. Hast du die russische Übersetzung heruntergeladen, hänge ./luci-i18n-nikki-ru*.ipk ans Ende des Befehls an. Auf SNAPSHOT-Builds gibt es opkg nicht — führe statt der letzten beiden Befehle apk update aus, dann apk add --allow-untrusted ./mihomo-meta*.apk ./nikki*.apk ./luci-app-nikki*.apk (das Flag ist nötig, weil bei der manuellen Installation der Signaturschlüssel des Projekts im System fehlt).
Option B — aus dem Projekt-Feed (falls GitHub erreichbar ist)
Die klassische Installation in zwei Befehlen. Probiere sie aus, wenn GitHub bei deinem Anbieter normal erreichbar ist.
Verbinde dich per SSH mit dem Router und füge den Projekt-Feed hinzu:
ssh root@192.168.1.1
wget -O - https://github.com/nikkinikki-org/OpenWrt-nikki/raw/refs/heads/main/feed.sh | ash192.168.1.1 ist die Standardadresse des Routers; falls deine abweicht, setze deine eigene ein.
Installiere die Pakete — der mihomo-Core wird automatisch mitgeladen:
opkg install nikki luci-app-nikki luci-i18n-nikki-ruluci-i18n-nikki-ru ist die optionale russische Übersetzung der Nikki-Oberfläche. Auf SNAPSHOT-Builds ist der Paketmanager ein anderer: Dieselben Pakete werden über apk add installiert.
Hängt sich das Skript auf oder lassen sich die Pakete nicht installieren, ist der Feed bei deinem Anbieter nicht erreichbar. Kein Problem: Option A funktioniert auch ohne ihn.
Die offizielle Anleitung ist immer aktuell — falls sich ein Befehl geändert hat, gleiche ihn damit ab:
Egal, mit welcher Option du die Pakete installierst — melde dich nach der Installation von LuCI ab und wieder an: Erst nach dem erneuten Login erscheint der Menüpunkt Services → Nikki.
Schritt 2. Kopiere den Abo-Link aus deinem Konto
Melde dich in deinem Konto an und suche den Block „Router".
Aktiviere den Schalter „Router-Unterstützung aktivieren".
Kopiere den Abo-Link (OpenWRT / Nikki) — er endet auf /clash. Genau darüber bezieht der Router sowohl deinen Server als auch die Split-Tunneling-Regeln aus dem Panel.
Der Abo-Link ist ein Geheimnis: Wer ihn bekommt, kann dein VPN nutzen. Gib ihn nicht weiter und veröffentliche ihn nirgends.
Schritt 3. Füge das Abo in Nikki hinzu
Öffne unter Services → Nikki den Tab Profile und füge ein neues Abo hinzu: Der Name ist frei wählbar (zum Beispiel CreateYourVPN), in das Feld Subscription Link fügst du den Abo-Link aus deinem Konto ein. Die restlichen Felder musst du nicht anfassen. Klicke auf Save & Apply.
Klicke beim Abo auf Update — Nikki lädt das Profil herunter: den Server und deine Split-Tunneling-Regeln.
Schritt 4. Aktiviere Nikki
Stelle auf dem Tab Proxy Config sicher, dass der Proxy aktiviert ist (Enable), und stelle TCP Mode auf TPROXY. Klicke auf Save & Apply. Die Firewall-Regeln richtet Nikki selbst ein.
Aktiviere auf dem Tab App Config die Optionen Enable und Fast Reload, wähle im Profilauswahlfeld das hinzugefügte Abo aus und klicke auf Save & Apply — der Dienst startet.
Wir empfehlen, dort gleich Scheduled Restart mit einem Cron-Ausdruck zu aktivieren, zum Beispiel 0 5 * * * (täglich um 05:00 Uhr). Bei jedem Neustart lädt Nikki das Abo erneut herunter — so übernimmt der Router von selbst die geänderten Regeln aus dem Panel und den aktuellen Server, ohne dass du manuell etwas aktualisieren musst.
Schritt 5. Prüfe, ob alles funktioniert
Klicke in Nikki auf Open Dashboard — das Dashboard des Cores mit Status und deinem Server öffnet sich. Öffne dann auf einem beliebigen über den Router verbundenen Gerät eine Website, die über das VPN laufen soll, und bestätige, dass sich dein sichtbarer Standort geändert hat. Websites, die du im Panel auf Umgehung des VPN eingestellt hast, sollten weiterhin direkt öffnen.
Wenn der Core nicht beim ersten Versuch startet. Beim ersten Start lädt mihomo von GitHub die Geodatenbanken nach (sie werden für Regeln nach Ländern und Kategorien gebraucht), deshalb braucht der Router dafür Internet — und wenn GitHub aus deinem Netzwerk schlecht erreichbar ist, kann der erste Start scheitern. Starte Nikki (oder den ganzen Router) neu und öffne erneut das Dashboard — manchmal sind ein paar Versuche nötig, bis die Datenbanken heruntergeladen sind. Sobald der Dienst einmal läuft, funktioniert er danach stabil.
Wie sich Regeln und Server aktualisieren
Die Split-Tunneling-Regeln bearbeitest du im Panel — am Router musst du nichts ändern. Der Router holt sich die aktuelle Version bei jeder Abo-Aktualisierung: automatisch nach Zeitplan (Scheduled Restart aus Schritt 4) oder manuell über den Button Update auf dem Tab Profile. Zusammen mit den Regeln aktualisiert sich auch der Server: Ist für dich ein neuer ausgewählt, wechselt der Router bei der nächsten Abo-Aktualisierung automatisch zu ihm.
Tipp: Torrents und Router-Auslastung
Jetzt läuft der gesamte Traffic des Heimnetzwerks über den mihomo-Core auf dem Router. Umfangreiche P2P-Downloads können auf schwacher Hardware die CPU des Routers bis an ihre Grenze auslasten und die Geschwindigkeit einbrechen lassen. Falls dir das begegnet, schränke das Abfangen des Traffics auf eine Portliste ein: Stelle auf dem Tab Proxy Config → Bypass die Felder Destination TCP Port und Destination UDP Port auf Custom und liste die Ports auf, die über das VPN laufen sollen (zum Beispiel 80 und 443; drücke nach jedem Wert Enter und danach Save & Apply). Alles, was nicht auf der Liste steht — einschließlich Torrent-Clients mit ihren zufälligen hohen Ports — läuft direkt, am VPN und am Core vorbei.
Das ist ein Kompromiss: Auch Anwendungen, die auf Ports außerhalb der Liste laufen, gehen dann nicht mehr über das VPN. Nutze das nur, wenn die Auslastung des Routers wirklich stört.
Hilfreiche Verweise
- OpenWrt-nikki (offizielles Repository) — Installation und Konfiguration.
- Nikki-Wiki — Abos, Modi, Profil-Editor.
- Release-Seite von Nikki — Pakete für die manuelle Installation (Option A).
Happ
Wie du die App Happ auf deinem Handy oder Computer installierst, was du tun kannst, wenn sie in deinem Land nicht verfügbar ist, und wie du dich mit dem Link aus deinem Konto verbindest.
Backups
Sichere die Benutzerliste jedes Clusters — ihre Konten, Datenlimits, Ablaufdaten und Proxy-UUIDs — in einen Speicher, der dir gehört (Google Drive oder S3), stets verschlüsselt gespeichert.